Knowledge Base

Bieten Sie auch Class 3 / Klasse 3 Zertifikate an?

Ja, auch wir bieten Class 3 / Klasse 3 Zertifikate an, geben dies jedoch bewusst nicht an. Lesen Sie weiter warum:

Die Klassifizierung von SSL-Zertifikaten beschreibt das jeweilige Verfahren der Validierung und Authentifizierung. Die Klassen sind jedoch in keinster Form standardisiert, jede Zertifizierungsstelle kann selbst bestimmen, wie sie ihre Klassifizierung vornimmt.

Auch wenn sich für den Begriff Class 3 / Klasse 3 bereits ein Quasi-Standard durchgesetzt hat, bevorzugen wir die direkte Benennung der zwei derzeit einzig zu unterscheidenden Verfahren bei der SSL-Zertifizierung, die Domain- und die Identitätszertfizierung. Weiterführende Informationen dazu finden Sie hier.

Zur Referenz, die derzeit am häufigsten anzutreffende Klassifizierung gestaltet sich wie folgt:

Class 0: Testzertifikate ohne Validierung (entspricht selbstausgestellten Zertifikaten sowie den Testzertifikaten von Thawte, die Testzertifikate von Psoft und RapidSSL werden domainzertifiziert, die Testzertifikate von Comodo identitätszertifiziert)

Class 1: Domainzertifikate, die durch Telefon- und/oder E-Mail-Robots validiert wurden (entspricht unserem Begriff der Domainzertifizierung)

Class 2: Eingeschränkte Identitätszertifikate, basierend auf einer schriftlichen Bestätigung, daß die gemachten Angaben korrekt sind. Werden als SSL- bzw. Server-Zertifikate in der Regel nicht angeboten, da sie hierfür einen zu geringen Prüfungsumfang bieten, kommen aber regelmäßig zum Einsatz als S/MIME- bzw. Client-Mitarbeiter-Zertifikate. Nachdem ein Unternehmen und häufig gesondert auch deren Zertifikatsverwalter Class 3 validiert wurden, stellt dieser selbst Zertifikate für Mitarbeiter im Unternehmen aus, deren Identität persönlich bekannt ist bzw. schriftlich bestätigt wurde. Solche nach einer Class 3 Validierung intern selbst ausgestellten Zertifikate gelten als Class 2 Zertifikate

Class 3: Identitätszertifikate, die durch Überprüfung der Daten des Handelsregisterauszugs bei im Handelsregister eingetragenen Unternehmen, des Gewerbenachweises bei nicht im Handelsregister eingetragenen Unternehmen oder des Personalausweises bei reinen Privatpersonen validiert und deren Angaben mit den Daten im WHOIS abgeglichen wurden (entspricht unserem Begriff der Identitätszertifizierung)

Class 4: Erweiterte Identitätszertifikate, die durch eine direkte Face-to-Face-Identifizierung anhand der Originaldokumente sowie der Daten im WHOIS analog zu Class 3 validiert wurden (wird nirgends angeboten, weil zu kostspielig und zu aufwändig für beide Seiten)

Would you like to...

Print this page Print this page

Email this page Email this page

Post a comment Post a comment

Subscribe me

Add to favoritesAdd to favorites

User Opinions

87% thumbs up 12% thumbs down (8 votes)

How would you rate this answer?

Helpful
Not helpful
Thank you for rating this answer.

Visitor Comments

  1. Comment #1 (Posted by g.schoen@du-diederichs.de )
    Leider habe ich in ihrer KnowledgeBase keine Antwort auf die für uns wichtigen Frage gefunden: Ist die Adressleiste mit einem Ihrer Identitäts-zertifikate grün oder nicht? Lässt sich damit die Firefox-"Besitzer"-information "Diese Website bietet keine Informationen an, um ihre Identität zu bestätigen." (bzw. "Diese Webseite wird betrieben von (unbekannt)") vermeiden?
  2. Comment #2 (Posted by Christian Heutger )
    Hierfür haben wir in unserer Knowledge Base einen eigenen Artikel veröffentlicht und zwar http://kb.psw.net/questions/120/. Kurz gesagt: Die Produkte zur grünen Adressleiste bzw. zur Anzeige der Identität beispielsweise im Firefox sind erweitert validierte Zertifikate und gehen noch einmal über die klassische Identitätsvalidierung hinaus. Sie finden diese Produkte auf http://www.psw.net/ssl.cfm unter der Überschrift Sonderlösungen, da diese Zertifikate derzeit nicht auf jede Organisation ausgestellt werden können, auch gibt es derzeit hiervon keine 3 Jahres-, Multidomain- oder Wildcard-Varianten. Die rein identitätsvalidierten Zertifikate zeigen ihre Informationen nur bei Doppelklick auf das Zertifikat an, durch die Einführung von domainvalidierten Zertifikaten und deren theoretische Phishinganfälligkeit wurde es notwendig, ein neues hoch valides Produkt zu entwickeln, was auch in den Browsern direkt erkennbar in einem relativ einheitlichen Stil dargestellt wird, daraus entstanden dann die EV-Zertifikate. An sich ist die Validierung ähnlich einem identitätsvalidierten Zertifikat (Class 3), jedoch halten sich hier alle Zertifizierungsstellen an ein vereinheitlichtes Validierungsverfahren, welches im CA/Browser Forum zwischen den CAs und Browserentwicklern vereinbart wurde.

Related Questions

Attachments

No attachments were found.